WINNIE-THE-POOH  —  A Journey to the Pooh-Places  

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— A Journey to the Pooh-Places (4) —



Eine Reise nach Sussex/Südengland, ins Pooh-Country!

"Das ist schon ziemlich verrückt, an die Originalschauplätze zu fahren!" bekam ich im Nachhinein oft zu hören. Ja, stimmt, verrückt ist es schon. Aber ich liebe nun mal England. Und war lange nicht mehr dagewesen. Und warum sollte ich nicht mal was "Verrücktes" machen??

 Welcome to Hartfield / Sussex
Welcome to Hartfield / Sussex, and to the "Pooh-Corner-Shop", aufgenommen am 8.8.1999
 

Also, da mir nach drei Schottland-Aufenthalten in früheren Jahren Südengland sowieso noch gefehlt hatte, machte ich mich im Sommer 1999 auf den Weg. Auch in dem Bewusstsein, es letztmals im guten alten 20.Jahrhundert zu tun ...

Südengland — da gibt es neben traumhaften, lieblichen Gartenlandschaften mit beein­druckenden Architekturen nun auch mal ganz nebenbei — die literarischen Schauplätze von "Winnie-the-Pooh". Und die waren dann auch ein Ziel, ein lohnenswertes. Das sah bereits Harry Rowohlt so — Übersetzer und Interpret von Winnie-the-Pooh und der größte Fan neben mir — als er 1990 die gleiche Tour unternahm:

"Wer hinfährt zu diesem my­thischen Ort, muß sein Herz in beide Hände nehmen, sonst ist es weg: verloren an die Welt, in der Christopher Robin und Pu und Ferkel leb(t)en."

Diesen Ausspruch verinnerlicht begab ich mich in den Ashdown Forest nach Hartfield in East-Sussex, wo ich am Abend des 8.8.1999 eintraf. Der "Pooh-Corner-Shop" hatte bereits geschlossen. Aber etwas anderes war mir noch viel wichtiger, und dem jagte ich nach an diesem lauen Sommerabend: Cotchford Farm, jenem Ort, an dem sich alles zutrug, wo Christopher Robin seine Kindheit mit Pooh und seinen Freunden verbrachte, wo Vater Milne ihn dabei beobachtete und begann, die Alltagsabenteuer seines Sohnes aufzuschreiben. Das Ergebnis dieser Bemühung ist uns in Form des berühmtesten und schönsten Kinderbuches der Welt erhalten geblieben.

 COTCHFORD FARM bei Hartfield / Sussex
Cotchford Farm, am Rande von Hartfield in einem grünen Tal versteckt gelegen.
 

Ziemlich versteckt, am Rande von Hartfield in der Dämmerung gelegen, stieß ich auf das Haus. Ich mochte es kaum glauben: bisher war es mir nur von Fotos aus den 20er Jahren bekannt und aus dem Bericht von Harry Rowohlt im "ZEITmagazin".

Und nun stand ich ihm selbst gegenüber! Kleiner kam es mir jetzt vor, aber dennoch faszinierte es mich sofort: Hier würde ich gerne wohnen und leben wollen ...! — Im Garten entdeckte ich die Statue von Chris­topher Robin, die aus den 20er Jahren stammt und nach lebendem Vorbild gestaltet wurde. Ein Schauer durchlief mich — ein Schauer der Freude und Begeisterung. Ich hatte mein Herz bereits verloren.

Der jetzige Bewohner von Cotchford Farm, ein Londoner Geschäfts­mann, lud mich zu einem Rundgang über das Gelände ein — auf nichts freute ich mich mehr am nächsten Tag!

 Christopher Robin Milne, eine Statue aus den 20er Jahren
Christopher Robin Milne,
eine Statue aus den
20er Jahren

 
Und MrJohns enttäuschte mich nicht: freudig empfing er mich und gemeinsam schlenderten wir über das ausgedehnte Gelände. Sehenswertes zeigte er mir: Die Statue von Christopher Robin (nun "offiziell") sowie die Sonnenuhr, die wie ein Baumstumpf gestaltet ist, um den Pooh und seine Freunde herumtanzen. Obenauf der Federkiel mit eingeschlossenem A.A.M.-Monogramm über einem aufgeschlagenen Buch, auf dem zu lesen steht:
 
"This warm and
sunny Spot
belongs to Pooh
and here
he wonders
what it's time to do"

 Die Sonnenuhr, um die Pooh und seine Freunde herumtanzen
Die Sonnenuhr,
um die Pooh und seine
Freunde herumtanzen

 
Verwinkelte Ecken, an denen die Zeit stehengeblieben zu sein schien, gab es zu sehen: eine alte überdachte Eingangspforte, heute nicht mehr genutzt; alte Blumengefäße, die noch von Mrs Milne selbst bepflanzt worden waren und nun vor sich hin witterten, ein altes Gartenhäuschen voller Gerümpel — und in der Ferne werkelte der Gärtner vor sich hin. Und natürlich den Swimming-Pool, der jedoch erst nach der Milne-Zeit angelegt wurde.

 Der Swimmingpool aus den 50er Jahren
Der Swimmingpool aus den 50er Jahren, in welchem Brian Jones tot aufgefunden wurde.
 

Nicht weniger Berühmtheit erlangte jedoch dieser, als in ihm am 3. Juli 1969 ein Mitglied der Rolling Stones ums Leben kam ...
Hier die Geschichte: Brian Jones hatte sich vom ersten Geld des Erfolgs Cotchford Farm gekauft — und lebte hier nun allein und einsam mit all seinen Problemen und Nöten, die er mit Drogen versuchte zu bekämpfen.
"Er ertrug das Alleinsein nicht", erzählte mir bei einer Tasse Tee die alte Nachbarin Mrs Mary Hallett, die ihn oft besuchte. Und er kam wohl auch mit dem Ruhm nicht klar. Um diesem Zustand zu entfliehen, lud er oft zu Parties ein und nächtelang dröhnte die Rock-Musik durch das Tal im Hundert-Morgen-Wald ...

Bis eines Tages ein Rolls Royce in Cotchford Lane vorfuhr: Mick Jagger und Keith Richard stiegen aus, um ihrem Kollegen mitzuteilen, daß er "nicht gut genug" für die Band sei ... Sie eröffneten ihm, er hätte die Stones zu verlassen — Brian Jones soll weinend am Küchentisch zusammengebrochen sein. Und es dauerte nicht lange, bis man ihn dann ertrunken im Swimming-Pool fand ...

Mysteriös dabei ist: in Brian Jones′ Lungen wurde nicht das Wasser aus dem Pool, dafür jedoch ein anderes gefunden. Das ist amtlich. Wie jedoch hatte das passieren können ...? — Die wahren Hintergründe wurden bis heute niemals endgültig aufgeklärt ...

Mrs Hallett, die auf Cotchford Farm im Jahre 1911 geboren wurde, seit den 20er Jahren (!) in ihrem kleinen Häuschen nebenan wohnte und als junge Frau auch bei den Milnes im Dienste stand, konnte mir nur eines sagen: "Brian war der liebenswürdigste Mensch, den ich kennengelernt habe." — Und sie hat nie an einen "natürlichen Tod" des Musikers geglaubt ...

Neue Einsichten in das Thema liefert ein dokumentarischer Spielfilm, der jetzt in den Programm-Kinos läuft: "STONED" (GB 2005). Er zeichnet in eindrucksvollen Bildern im Stil der 60er Jahre die letzten Lebensmonate des exzentrischen Daseins von Brian Jones nach.
Der Film greift auf Erkenntnisse aus den Büchern »The Murder of Brian Jones« und »Who killed Christopher Robin?« zurück und kommt zu dem Resultat: Architekt Frank Thorogood, der den Auftrag hatte, Cotchford Farm umzubauen, habe Brian Jones in dessen Pool umgebracht ...

 Cotchford Farm liegt träge in der Mittagssonne
Cotchford Farm liegt träge in der Mittagssonne, umgeben von herrlichem Grün.
 

MrJohns von Cotchford Farm erzählte mir dazu noch eine eigene Geschichte: Wenn sich Personen für das Haus interessierten, seien es entweder Pooh-Fans oder Stones-Fans. Man wisse nie, um welche Pilgergruppe es sich gerade handelt — manchmal träfen aber auch beide gleichzeitig hier aufeinander. Die Pooh-Fans seien dabei durchweg die "unfreundlicheren" von beiden ... (?!?!) — Ich hoffe doch sehr, daß ich durch meinen Besuch dieses Vorurteil widerlegen konnte!!

Zurück zu Pooh. Leider konnte ich das Innere von Cotchford Farm nicht sehen. Hier musste ich die Privatsphäre von Mr Johns respektieren. Schade. (Wie anders wird da mein Bericht über die Shepard-Häuser aussehen ...!)
Aber dennoch: ich bin immerhin dagewesen und habe zudem winzige Einblicke durch diverse Fenster nehmen können. Und ich habe auch jene gesehen, hinter denen die Zimmer von Vater und Sohn Milne lagen ...


 Cotchford Farm wird für 2.000.000 £ verkauft!
Cotchford Farm (Foto: August 2007) wird für 2.000.000 £ verkauft!
 

Nun, die Zeiten ändern sich schnell: Mr Alastair Johns, der das Landhaus seit 1970 bewohnt, möchte es jetzt im Jahr 2013 tatsächlich verkaufen! Aus welchen Gründen auch immer. Während Ex-Rolling-Stone Brian Jones im Jahre 1968 noch lediglich 35.000£ bezahlte, setzt der Luxus-Immobilien-Händler  von heute die unglaubliche Summe von sage und schreibe 2 Millionen £ an! (Schade, daß ich gerade jetzt nicht genügend Kleingeld übrig habe ...)

Im Preis inbegriffen sind dabei das Gebäude, das Grundstück und — selbstverständlich die weitreichende Historie! Am Kauf Interessierte bekommen nun erstmals Einblicke in das ehemalige Zuhause von Christopher Milne. (Webseite über Klicken auf das obere Foto!)

 Ein Family-Snapshot vor Cotchford Farm mit den Milnes. (1928)
Ein "Family-Snapshot" vor Cotchford Farm mit den Milnes. (Foto: ca.1928)
 


In Groombridge, einem Dörfchen vor Hartfield, nahm ich also am Abend des 8.August 1999 Quartier für die nächsten Tage. — Nach einem sehr guten englischen Frühstück, das mir Mrs Horner servierte (und an das ich heute noch wehmütig zurückdenke), startete ich in mein geplantes Pooh-Abenteuer.

Es begann natürlich im Pooh-Corner-Shop. Der hatte nun geöffnet — und das tägliche Chaos in der schmalen Strasse nahm seinen Lauf: Verkehrsstau (!) wegen Pooh ... Der Laden selbst war overcrowded: alle Pooh-Touristen treffen sich mindestens einmal hier. Und kaufen, was es zu kaufen gibt: nämlich so ziemlich alles, was die Copyright-Inhaber von Winnie-the-Pooh auf den Markt bringen: Disney, Disney und — Disney. Zur Ehrenrettung sei aber gesagt, daß es auch nach wie vor viele Objekte gibt, die die Original-Illustrationen von E. H. Shepard verwenden.

 Poohsticks Bridge bei Hartfield / Sussex, aufgenommen am 9.8.1999
Poohsticks Bridge bei Hartfield / Sussex,
aufgenommen am 9.8.1999

 

Als nächstes standen nun die Original-Schauplätze der Pooh-Bücher auf dem Programm. Ich fuhr zum Poohsticks Car Park, von wo aus ich mich auf den Weg durch Wald und Feld machte, bis sie dann plötzlich vor mir lag: Poohsticks-Bridge !

Und ich blieb lange hier, um dem Treiben zuzuschauen: ganze Horden von Poohsticks-Fans versuchten ihr Glück mit jenem berühmten Spiel ("... invented by Pooh ..."), das folgendermaßen geht: man wirft von der Brücke (am besten zu zweit) gleichzeitig zwei Hölzchen ins Wasser, rennt zur anderen Seite und schaut nach, welches zuerst erscheint — das ist dann der Sieger.

 Auf der Poohsticks-Bridge ...
Auf der Poohsticks-Bridge:
Begeisterte Pu-Stöckchen-Spieler und ein begeisterter Bär ...

 

Problem bei der Sache: inzwischen ist der ganze umliegende Wald nach Pooh-Stöckchen abgegrast und unter der Brücke haben sich tausende von ihnen an den Pfählen verfangen ... Trotzdem: es macht einfach Spaß! Und es gibt niemanden, der sich hier nicht mitreißen lässt.

Etwas besonderes folgte, und zwar für meinen alten Bären, der die Reise mitgemacht hatte und nun an diesem historischen Bärenort zu besonderen Ehren kommen sollte: als ich ihn aus meinem Picknick-Korb nahm, um ihn auf der Brücke zu fotografieren, befand er sich plötzlich im Mittelpunkt des Geschehens: "Oh, what a nice old Bear you are!", fand eine Eng­länderin und entdeckte: "And what a nice Bavarian dress you wear!"Tatsache: die Schnei­derarbeit meiner Mutter von vor beinahe 40 Jahren fand an diesem Ort neue Bewunderer ...

Und zu guter letzt ließ man sich mit ihm auch noch fotografieren! — Nebeneffekt dieser Begegnung: ein bisschen ist mein lieber Bär seitdem nun von sich eingenommen ... :-)

Christopher Milne höchstpersönlich war übrigens anwesend, als die Brücke im Jahre 1979 in renoviertem Zustand wieder der Öffentlichkeit übergeben wurde. Von diesem Ereignis zeugte seit dieser Zeit eine Gedenktafel gleich nebenan. — Poohsticks-Bridge, ursprünglich im Jahre 1907 erbaut, erfuhr jedoch im Jahre 2000 eine weitere Renovierung und feierte also bereits ihren 100.Geburtstag!
 




 Die Gedenkstätte zu Ehren von A.A.MILNE und E.H.SHEPARD
Unterhalb des ENCHANTED PLACE:
eine Gedenkstätte zu Ehren von A.A.MILNE und E.H.SHEPARD
(Klicken für Textfassung)

 
Am Ziel ...
 
Ein weiterer Höhepunkt meines Pooh-Abenteuers stand nun noch bevor.

Ich fuhr einige Meilen weiter südlich zu Piglet's Car Park, von wo aus man einen besonderen Ort erreichen kann: es ist der sagenumwobene, berühmte und allen Pooh-Lesern bekannte Enchanted Place, jener verzauberte Ort hoch oben im Hundert-Morgen-Wald, an welchem die wehmütige Schlußszene der Pooh-Geschichten spielt ...

Chapter X: "In which Christopher Robin and Pooh come to an Enchanted Place, and we leave them there."


 Der schönste Ort der Welt für Winnie-the-Pooh und meinen Bären ...!
Der schönste Ort der Welt
für Winnie-the-Pooh
und meinen Bären:

THE ENCHANTED PLACE

Einige
tröstende Worte
von Mr A. A. Milne
zum Abschied.

Zuerst laufe ich durch eng bewachsene Pfade, dann lichtet sich die Umgebung und ich erkenne: hier muß es sein! Es geht steil bergan, eine breite Schneise durch niedrigen Bewuchs, hier und da der berühmte Pinetree-Bestand. Ich erreiche die offene Plattform, auf der sich die Gedenktafel für A. A. Milne und E. H. Shepard befindet. Dieser Ort rührt mich. Ich mache Fotos — auch mit meinem Bären, der hier nicht fehlen darf.

Noch höher hinauf strebe ich, und obwohl ich noch nie hiergewesen bin, erkenne ich genau, wohin es geht: zum Galleon's Lap (oder auch Gill's Lap), dem höchsten Punkt im Ashdown Forest.

Ich bin da. Am Ziel. Hier ist der große Ruhepunkt der Welt und in meinem Leben. Hier scheine ich über allem zu schweben. Alle Probleme sind nur noch nichtig. Weil, ich habe ihn erreicht:
den verzauberten Ort ...
Er ist, so sage ich es frei heraus, der schönste Ort der Welt für mich. Und war es wohl auch für Christopher Robin und Winnie-the-Pooh.

Und so sitze ich auf dieser romantischen Bank und schaue über den Wald in die Ferne, beobachte den Sonnenuntergang und frage mich: Gibt es wohl schöneres noch auf der Welt, als diesen Moment erleben zu dürfen...?

 Das Heather glüht — Sonnenuntergang am ENCHANTED PLACE ...
Das Heather glüht — Sonnenuntergang am ENCHANTED PLACE ...
 


 

Noch immer nicht genug von "Winnie-the-Pooh"?

Also gut: die Reise ging natürlich noch weiter — auf der geplanten fünften Seite werden wir dann durch den Hundert-Morgen-Wald streifen, werden die E. H. Shepard-Häuser kennenlernen sowie die diversen Wohnorte von Christopher Milne aufsuchen — und hören, was mir seine Witwe, Mrs Lesley Milne, am Telefon über Winnie-the-Pooh und ihren Mann zu erzählen hatte ...

"It's time for a little smackerel of something ..." stellte Pooh wieder einmal fest, als er auf seine schon vor Wochen um 5 vor 11 stehen gebliebene Wanduhr schaute ... — Und auch ich kam desöfteren zu dieser schmachtenden Erkenntnis, als ich zusammen mit Pooh-Fan LEO im August 2007 den Hundert­morgenwald wiederholt besuchte. Wir haben uns dann im Pooh-Corner-Shop-Teegarten namens "Piglet's" etwas Köstliches zur Stärkung gegönnt. Danach konnte unsere gemeinsame Besichtigung der Pooh-Schauplätze dann weitergehen ...!

 Eine genaue Karte von POOH-COUNTRY zur Orientierung!
All die hier genannten Orte von Pooh-Country lassen sich auf einer Karte am besten nach­vollziehen: Hartfield, Cotchford Farm, Ashdown Forest (= der Hundert­morgenwald), Poohsticks Bridge, Gill's Lap, der Nordpol  — alles ist eingezeichnet!

Wenn meine 5.Pooh-Seite, die schon lange in der Planungsphase verharrt, dann erscheint, wird sie auch über meine neueste Reise nach England berichten: LEO's Eltern (aus Sachsen-Anhalt) haben mich im August 2007 als kundigen Reiseleiter zu dieser Fahrt eingeladen. — Gerne erinnere ich mich heute an diese erneute schöne Reise nach Südengland zurück ...



Inzwischen könnte man ja mal bei der "Konkurrenz" schauen, was es Neues gibt zum Thema? Empfehlenswert wäre da zum Beispiel mein großes Vorbild Mr Sander, oder auch The Page at Pooh Corner, und nicht zu vergessen Peter Dennis' Pooh-Corner. Die neugestalteten Pooh-Seiten von Beatrice sind ein Genuß für Kinder wie auch für Erwachsene. Empfehlen möchte ich an dieser Stelle auch Heide's Pooh Page aus Dänemark. Und hinweisen auf die ganz spezielle Bären-Seite, die sich unter dem Titel Minka's Bear Passion im Netz befindet!

Wer wissen möchte, wo sich der Original-Pooh und seine Kumpane momentan aufhalten, der sollte mal das Stephen A.Schwarzman Building in New York aufsuchen, welche seit dem 18.03.2008 als das neue Heim gilt (siehe auch Seite 2 unten).

Daß die Briten ihren "Winnie-the-Pooh" wieder zurückhaben wollen, ist ebenfalls bekannt. Sogar das britische Parlament hat sich mit diesem Thema schon befasst. Mehr Informationen hierüber gibt es an dieser Stelle.

Im Jahre 1999 wurden in einem Londoner Auktionshaus sechs Original-Pooh-Bleistiftzeichnungen von E. H. Shepard versteigert und brachten 24.150 £ ein! Eine ganze Reihe der von Illustrator E. H. Shepard angefertigten Tusche- & Bleistift­zeich­nungen (besonders auch jene aus der "PUNCH-ZEIT") sind auch heute noch käuflich zu erwerben — wenn man das nötige "Kleingeld" hat ...
Die Londoner Galerie MEDICI hat einen schönen Katalog heraus­gegeben, in welchem die käuflich zu erwerbenden Original-Zeichnungen aufgelistet und beschrieben sind. Sehr sehenswert!

Im November 2001 fand man in einem Filmarchiv eine kurze Filmsequenz, die 1929 im Ashdown Forest aufgenommen wurde und die den 9jährigen Christopher Robin bei einem kleinen Winnie-the-Pooh-Festspiel mit anderen Kindern zeigt. — Der 10-Sekunden-Streifen wurde inzwischen auch von der BBC ausgestrahlt und ist das einzige bekannte Filmdokument, das Christopher Robin Milne als Kind zeigt.



Etwas Besonderes hat ein anderer Pooh-Fan in einem Laden ausfindig gemacht: Eine alte Schellack-Platte, auf welcher der echte Christopher Robin Milne Lieder aus "Now We Are Six" von 1927 singt! Die Texte stammen natürlich von Vater A.A.Milne, die Kompositionen von Harold Fraser-Simson. — Aus dieser Platte sind auf YOUTUBE zwei Stücke zu hören! Wer sich einen besonderen Spass machen will, kann die Original­texte auch mitlesen, indem er hier klickt.

 Christopher Robin Milne & Winnie-the-Pooh  (1926)  Übrigens: Auch Vater A.A.Milne liest auf YOUTUBE aus seinen Werken in einer Aufnahme von 1930: "Pooh & Piglet Go Hunting, and nearly catch a Woozle". Eine kleine Sensation!



Die Original-Geschichte des Bären Winnie-the-Pooh datiert aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Nachzulesen auf der Webseite A Short History of Winnie The Pooh. — Die berühmte Portrait-Session des britischen Fotographen Howard Coster aus dem Jahr 1926 wird in der National Portrait Gallery in London dokumentiert. — Ein Alters-Freund von Christopher Robin Milne erzählt seine Erinnerungen in I knew Christopher Robin – the real Christopher Robin. — Der historische Hintergrund über die Entstehung des berühmtesten Kinderbuches der Weltgeschichte kommt nun in Form eines Dokumentar-Spielfilms in die Kinos: Goodbye Christopher Robin zeigt auf, wie das Verhältnis von Vater und Sohn Milne zum literarischen Ergebnis führte (zu sehen ab dem 13.Oktober 2017 in den Kinos).

 Ein Family-Snapshot vor Cotchford Farm mit den Milnes. (1928)
Vater und Sohn:  A.A.Milne & Christopher Robin Milne. (Foto: 1925)
 



Wer auf der Suche nach alten Original-Buchausgaben von Winnie-The-Pooh ist, wird bestimmt fündig in diesen drei spezialisierten amerikanischen Kinderbuch-Antiquariaten:

Alephbet Books  |  Manhattan Rare Books  |  Childscapes

Die kleine englische Töpferei Ashtead Pottery Ltd. in Surrey stellte im Jahre 1928 ein 24teiliges "Christopher Robin Nursery Set" aus Steingut her. — The Duke and Dutchess of York bekamen das Set bei einem Besuch des Handwerkbetriebes im Mai 1928 zum Geschenk. Christopher Milne erhielt ein weiteres Set. — Ein englischer Sammler stellt das Geschirr (und andere Produkte der Töpferei) auf seiner Webseite vor.

 A medal for  WINNIE-THE- POOH  (1981)
Die American Numismatic Society in New York hat im Jahre 1981 eine Medaille her­aus­gegeben, die an A.A.Milnes berühmte Kinderbuch-Figuren erinnert. Die geprägte Legende: "Christopher Robin explains".  —  Die Rückseite der Medaille weist auf einen weiteren britischen Kinderbuch-Klassiker hin: "Alice in Wonderland" von Lewis Carroll (1865).

Inzwischen gibt es weitergehende wissenschaftliche Betrachtungen über Pooh’s Hundred Acre Wood: So hat Mr Liam Heneghan, Professor für Umweltwissenschaft und Systemökologie an der DePaul University in Chicago, einen interessanten Artikel zum Thema Verlust der Orte der Kindheit verfasst.

 The "POOH-CORNER-SHOP" — Signpost
Und wie wäre es mit einem Besuch der Originalschauplätze von Winnie-the-Pooh? Dafür sollte man sich nach Hartfield / Sussex in Südengland begeben. Dort befindet sich seit 1978 der "Pooh Corner Shop", welcher einiges Interessante zu bieten hat. Zu sehen sind auf der Homepage z. B. Photographien von Cotchford Farm, dem ehemaligen Landsitz der Milnes, von Poohsticks Bridge, dem Ort jenes "traditionsreichen Spiels", vom Enchanted Place hoch oben im Hundert-Morgen-Wald und anderes mehr. Neu sind 360°-Panorama-Ansichten dieser Standorte!

Wer eine wirkliche Reise nach England plant, kann sich vorher im Internet über "Pooh-Country" informieren. Drei wichtige Seiten seien an dieser Stelle genannt:
Sussex-Top-Attractions  |  Ashdown Forest Guide  |  Ashdown Forest Org.




 »Mein allerbester Freund zum Kuscheln!«
"Mein allerbester Freund zum Kuscheln."

»114 JAHRE TEDDY-BÄR!!«
Im Jahre 1902 stellte die Firma Steiff als eine ihrer Programm-Neuheiten den ersten Teddy-Bären her. Das neue Stofftier wurde zusammen mit den anderen im Jahre 1903 auf der Leipziger Frühjahrsmesse aus­gestellt. Großes Interesse rief das bis dahin unbekannte Bärchen nicht gerade hervor. Erst am letzten Tag, schon kurz vor Messe­schluß, kam ein ameri­ka­nischer Besucher am Stand der Steiffs vorbei, sah den kleinen Bären und verliebte sich sofort in ihn. Er bestellte auf der Stelle drei­tausend Stück. — Von Amerika aus trat der TEDDY dann seinen Siegeszug um die ganze Welt an.

Es gibt viele Webseiten, die sich der Thematik annehmen. Vierzehn interessante seien hier genannt:


www.pinterest.com,
www.totallyteddybears.com,
www.cymruted.com,
www.blueribbonbears.com,
www.teddybearandfriends.com,
www.teddybearpages.com,
www.ancestralbears.com,
www.sillybears.co.uk,
www.teddybaer-antik.de,
www.baerreport.de,
www.teddybaerenmuseum.de,
www.sammeln.at,
www.teddybear.org und
www.theodoreroosevelt.org.

Viel Spaß bei der weiteren Internet-Recherche!


 

 Christopher Robin und Pooh auf dem Weg zum ENCHANTED PLACE ...
Winnie-the-Pooh und Christopher Robin
   auf dem Weg zum ENCHANTED PLACE ...

 
 
© 2001 – 2016 by Achim Schmidtke
(Texte, Design und alle Farb-Fotos, aufgenommen im August 1999
und August 2007 in Sussex/Südengland)

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